• Tausend Dank und ein Rat

Tausend Dank und ein Rat

16.07.2021

MEIER MEINT:

Starkregen, Dauerregen, heftige Gewitter, Hagelschlag und Hochwasser – das waren die Schlagzeilen der letzten Wochen. Unzählige Hochwasserereignisse, Murgänge, Sperrungen von Verkehrswegen und Uferzonen waren quasi an der Tagesordnung. Das stürmische Wetter und die teilweise im Stundentakt eingegangenen Meldungen über Schäden an Landschaften, Gebäuden und mobilen Sachwerten prägten die mediale Berichterstattung. 

In solchen Situationen zahlen sich frühere Erfahrungen und daraus gezogene Lehren sowie präventiv getroffene Massnahmen aus. Installationen und Einrichtungen, die bereits in Vergessenheit geraten waren oder deren Sinn und Zweck vielleicht manchmal fraglich erschien, werden in diesen Tagen plötzlich beansprucht. Damit stellen sie ihre Schutzwirkung – und auch ihre Daseinsberechtigung – sichtbar unter Beweis. Trotz vieler Vorbereitungen, die sich nun im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt machen, findet das Wasser aber immer seinen Weg, und das überall hin. Es entfaltet mit dem mitgeführten Geschiebe und den Schlammmassen eine von vielen unterschätzte Kraft und Wucht, die neben immensen Sachbeschädigungen ohne Weiteres auch Leben gefährden kann. 

Wie beruhigend ist es da zu wissen, dass wir in unserem Land flächendeckend über bestens ausgebildete und permanent geschulte Interventions-, Rettungs- und Ordnungskräfte verfügen. Dabei handelt es sich grösstenteils auch um Milizkräfte, die sich für die Allgemeinheit einsetzen. Ihnen allen gebührt an dieser Stelle ganz besonderer Dank für ihre stunden-, ja vielfach auch tage- und nächtelangen Noteinsätze zum Wohl der Allgemeinheit. Ebensolcher Dank gilt den Arbeitgebern, die ihrem Personal die erforderliche Flexibilität für solche dringenden Einsätze, aber auch für die regelmässigen Trainings gewähren.

Naturereignisse, wie sie sich in den vergangenen Tagen und Wochen abgespielt haben, stellen immer wieder unter Beweis, dass ausreichende Ressourcen und rechtzeitige Vorbereitungen unersetzlich sind. Auch wenn niemand sagen kann, ob und wann diese das nächste Mal benötigt werden. Wir sind gut beraten, den bewährten Strukturen treu zu bleiben und regelmässig auftauchende Forderungen nach Wegrationalisierung oder Wegfusionierung sachkritisch zu beurteilen.

Markus Meier, Direktor HEV Schweiz